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Gute Website-Texte schreiben: So formulierst du passend für deine Zielgruppe

Das Geheimnis guter Website-Texte: Sie klingen so, als würdest du deinen Wunschkund*innen bei einer Tasse Kaffee erzählen, was du anbietest.

 

Deine Leser*innen sollen das Gefühl haben, dich zu kennen, wie wenn sie dich im Laden um die Ecke oder im Büro besuchen würden. 

 

Denn Vertrauen ist alles – ganz besonders, wenn du dein Angebot online verkaufst.

 

Aber wie geht das? Wie kommst du dahin?

 

Lies weiter für 5 Tipps, damit deine Wunschkund*innen sich auf deiner Website verstanden fühlen und dich direkt buchen möchten.

Wie anfangen für gute Website-Texte?

Auf die Frage, wie man gute Website-Texte schreibt, findest du grob heruntergebrochen meist folgende Antworten: 

  • Überleg dir deine Inhalte und dein Ziel
  • Kenne deine Zielgruppe
  • Sprich deine Zielgruppe an

 

“Du musst deine Zielgruppe ansprechen“. Bestimmt hast du den Satz auch schon mal gehört.

 

Und während du an allen Ecken darüber lesen kannst, wie du am besten deine Zielgruppe oder deine Wunschkund*innen findest und festlegst, wird eins nirgends wirklich aufgegriffen: Das Ansprechen. 

 

Was bedeutet das eigentlich konkret – die Wunschkund*innen ansprechen? Und was heißt das für dich, wenn du deine Website-Texte schreibst?

 

Falls du dich das auch schon mal gefragt hast, hab ich im Folgenden 4 Tipps, wie dieses „Ansprechen“ funktioniert und wie du es in deinen Website-Texten umsetzt:

Ansprechen heißt mit jemandem sprechen

Und mit jemandem sprechen heißt: Einen Dialog führen.

 

Dialog? Soll ich jetzt ein Theaterstück schreiben? Ich seh schon, wahrscheinlich hast du jetzt noch mehr Fragezeichen im Kopf.

 

Stell dir vor, deine Wunschkundin kommt auf deine Website. 

„Herzlich willkommen. Wir sind dein Partner auf Augenhöhe.“ liest sie da als erstes. Was meinst du? Hat sie Lust weiterzulesen?

 

Wenn da jetzt hingegen stehen würde: „Du suchst eine Bank, die dein Geld nachhaltig investiert? Wir beraten dich, welches unserer Konten am besten zu dir passt.“

 

Ich wette, beim zweiten Beispiel liest die Wunschkundin gerne weiter. Und zwar, weil sie angesprochen wird – im wahrsten Sinne des Wortes: „Wir beraten DICH“, oder „…am besten zu DIR passt“: Der Text handelt nicht nur vom Unternehmen, sondern von IHR und dem Unternehmen.

 

Er schafft eine Verbindung und spricht die Zielgruppe direkt an, wie in einem Gespräch.

 

Im ersten Beispiel dagegen wird die Wunschkundin nicht mit einbezogen. Es geht nur um das Unternehmen selbst. Der Text wirkt dadurch wie ein Monolog, nicht wie ein Gespräch.

Finger weg von “Unternehmenssprech”

„Neue Funktionen, geändertes Mediennutzungsverhalten und Saisonalität erfordern, dass du deinen Account regelmäßig auf den Prüfstand stellst.“ Puuuuh, kann ich jetzt spontan so gar nichts damit anfangen, du etwa?

 

Bestimmt hast du auch direkt ein Beispiel für eine Website im Kopf, die „hochgestochenes Zeug“ faselt, oder? Wir kennen sie doch alle, die Seiten, bei denen man innerlich nur „bla bla bla“ denkt und schnell alles überfliegt. 

 

Vor Langeweile wollen wir die Texte gar nicht lesen. Wir bleiben nicht hängen, alles klingt irgendwie fremd. Bei solchen Texten kommt nichts rüber – keine Emotion und auch keine Info. 

 

Wenn du willst, dass deine Wunschkund*innen beim Lesen stattdessen eifrig mit dem Kopf nicken und am besten gar nicht mehr aufhören wollen, zu lesen, solltest du in ihren Worten und ihren Formulierungen schreiben.

 

Wenn du so schreibst, wie deine Zielgruppe selbst spricht, versteht sie dich beim Lesen viel schneller. Sie muss nicht lange überlegen und denkt dabei bestenfalls “Ja, genau so geht es mir.” 

 

Das ist dein Ziel! So erkennen sich deine Wunschkund*innen in deinem Text wieder, fühlen sich verstanden und zack – du hast eine Verbindung zu ihnen aufgebaut.

Formulierungen, in denen deine Zielgruppe sich wiederfindet

Der einfachste Weg, genau die Wörter und Formulierungen zu finden, die deinen Wunschkund*innen vertraut sind, ist zuzuhören. 

 

Falls du schon Kund*innen hast, geht das ganz einfach: Stell Fragen – am besten vor, während und nach der Zusammenarbeit. 

 

Frag sie vorher, was sie von deiner Dienstleistung oder deinem Produkt erwarten. 

 

Frag hinterher, wie die Zusammenarbeit war und was besonders gut gefallen hat. 

 

Schreib dir die Aussagen heraus, die dein Produkt oder deine Dienstleistung am besten beschreiben und verwende sie genau so in deinen Website-Texten.

 

Bestimmt werden dir auch häufig Fragen gestellt, zum Beispiel im Erstgespräch oder von Interessent*innen, die dich auf Insta gefunden haben und dir eine Nachricht schreiben. 

 

Notier dir auch diese Fragen. Du kannst sie direkt in deinen Texten aufgreifen und hinterher beantworten: 

 

Aus „Woher soll ich denn jede Woche fünf Ideen nehmen, um Content daraus zu erstellen?“ wird zum Beispiel direkt: „Fragst du dich auch, woher du jede Woche fünf Content-Ideen nehmen sollst?“

 

Sieh jede Frage als Gelegenheit, etwas zu lernen. Und gewöhn dir wirklich an, alle Fragen und interessanten Aussagen aufzuschreiben. Denn pssst: Sie sind tatsächlich auch super, um neue Content-Ideen zu bekommen

Social Media – deine Quelle der Weisheit

Falls du noch keine Kund*innen hast, denen du Fragen stellen kannst, gibt es dennoch Möglichkeiten, mehr über deine Zielgruppe in Erfahrung zu bringen. 

 

Finde zum Beispiel heraus, wo sie sich tummeln, und schau dich dort um:

 

  • Tritt Facebook-Gruppen rund um dein Thema bei und lies dort mit – Bonus Points, wenn du dich dort hilfreich einbringen kannst und direkt Expert*innen-Status erlangst. 
  • Erstell eine Online-Umfrage und bitte deine Wunschkund*innen beispielsweise in den Facebook-Gruppen darum, sie auszufüllen
  • Finde Menschen mit einem ähnlichen Thema auf Instagram und lies unter ihren Posts mit (und kommentiere, um dein Netzwerk zu erweitern und einfach nett zu sein :-))
  • Suche deine Konkurrenz auf Google und lies dort ihre Rezensionen

 

Schreib dir wieder alle Aussagen heraus, die Hinweise geben auf Ängste oder Herausforderungen, Wünsche oder Missverständnisse deiner Zielgruppe. 

 

Et voilà – du hast Formulierungen, die du eins zu eins so in deinen Website-Texten verwenden kannst.

 

Natürlich ist das auch ein bisschen Übungssache. Ich sehe mittlerweile jede Gelegenheit, etwas Neues über meine Kund*innen oder potenziellen Kund*innen zu lernen und notiere mir danach ALLES, was mir aufgefallen ist. Ich sag nur: 771 Notizen in meiner Notiz-App

Vermeide Fachjargon und Fremdwörter

Der Tipp klingt jetzt vielleicht logisch, wenn du die Absätze vorher gelesen hast. Aber ich sehe sooo oft, dass das vergessen wird. 

 

Wenn ich zum Beispiel lese: „Als Unternehmer erwarten Sie von einem modernen Versorgungswerk bilanzneutrale Übernahme bestehender Verpflichtungen.“

 

Ich wage mich zu behaupten, dass das für viele Begriffs-Neuland ist, für dich auch? 

 

Das ist völlig normal! Wir rutschen total schnell in unsere Expert*innenrolle und vergessen dabei, wie wenig Kenntnis andere Leute von unserer Thematik haben. 

 

Mir passiert das selbst auch manchmal, obwohl ich den ganzen Tag darüber rede, dass man sich immer in seine Zielgruppe versetzen soll. Dann spreche ich von Zielgruppenanalysen und Terminologie, Keywordrecherche und Metadaten – und mein Gegenüber versteht unter Umständen nur Bahnhof. 

 

Wichtig ist, dass wir uns dessen bewusst sind und unsere Texte immer wieder kritisch hinterfragen: 

  • Versteht das meine Zielgruppe auf Anhieb?
  • Kann ich dieses Wort durch ein einfacheres ersetzen?

Und dann so lange an den Texten feilen, bis sie wirklich verstanden werden.

Fazit & 4 Top-Tipps für deine Texte

Wie immer im Marketing geht es bei deinen Website-Texten darum, dich in deine Wunschkund*innen hineinzuversetzen. 

 

Hier nochmal meine 4 Top-Tipps für deine Texte:

  • schreibe deine Texte FÜR deine Wunschkund*innen, wie in einem Gespräch
  • nutze ihre eigenen Wörter und Formulierungen –  so baust du eine Verbindung auf
  • sei empathisch mit deinen Wunschkund*innen
  • tausche die Expert*innenbrille gegen ihre Laienbrille

 

Ziel der Tipps ist es, deine Zielgruppe mit deinen Website-Texten zu catchen. Sie hineinzuziehen und Lust darauf machen, weiterzulesen. 

 

Du schaffst mit deinen Website-Texten eine Verbindung zwischen dir und potenziellen Kund*innen. Sie verstehen dich und bauen Vertrauen auf.

 

Je länger sie auf deiner Website bleiben und je mehr sie dir vertrauen, desto größer die Chance, dass sie bei dir kaufen. Und da schließt sich der Kreis wieder 🙂

 

Hast du noch Fragen dazu oder hast du noch einen Tipp, der dir beim Schreiben deiner Website-Texte geholfen hat?

Über die Autorin

Fiona Allan

Fiona Allan

Hey, ich bin Fiona. Ich bin ein Textgenie und schreibe für dich Website-Texte ohne Blabla und dafür mit ganz viel Herz, damit deine Kund:innen dir die Bude einrennen.

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